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Blog Detail - Markus Schwarzgruber

Die Motivation im Job

Publiziert am 23.02.2010 von Markus Schwarzgruber

Immer wieder eine spannende Frage: Was motiviert Mitarbeiter eigentlich in ihrem Job?

2008 startete Harvard Businessmanager (http://www.harvardbusinessmanager.de/heft/artikel/a-665918.html) eine Studie, die erneut alte Vermutungen bestätigt. Das Geld spielt eine untergeordnete Rolle.

An erster Stelle stehen laut der Studie:

  1. Die Arbeit schafft ein Zufriedenheitsgefühl
  2. ein gutes Arbeitsklima
  3. eigenverantwortliches Handeln
  4. gesicherter Arbeitsplatz
  5. Verwirklichung eigener Lebenszeiele
  6. herausfordernde Tätigkeit

Eine spannende Erkenntnis dieser Studie ist darüber hinaus, dass zwar Arbeitsplatzsicherheit wichtig ist, das Drohpotenzial der Entlassung allerdings keinen Motivationsschub darstellt. Eine Erkenntnis, die NLP'ler schon lange haben, denn Motivieren lässt sich mit positiven Perspektiven, nicht mit Horrorszenarien.

Für Führungskräfte bedeutet das, endlich mal ihre Motivationssysteme zu überdenken. Diese beruhen in Unternehmen weitgehend immernoch auf Geld, Prämien und Status. Diese haben laut Studie eine sehr untergeordnete Rolle.

Die zentrale Aufgabe einer guten Führungskraft wird also die Integration von unterschiedlichsten Interessen sein:

  • die Interessen des Unternehmens (denn dafür wird sie bezahlt)
  • die Interessen der Mitarbeiter (denn diese helfen der Führungskraft, die Unternehmensziele zu erreichen)
  • ihre eigenen Interessen (denn eine motivierte Führungskraft ist eine gute Führungskraft)

Damit zeigt sich wieder eines der bekannten Spannungsfelder, in der Menschen stehen, die andere führen sollen: Sache - Gruppe - Individuum.

In diesem Spannungsfeld ein flexibles und stabiles Gleichgewicht herzustellen, stellt auch heute die Herausforderung guter Führungskräfte dar. Was die jeweilige Situation an Freiraum und Autonomie, Sicherheit und Anspruch, Unterstützung und Selbstverwirklichung braucht, kann die Führungskraft am besten von den eigenen Mitarbeitern erfahren. Mit Geld lässt sich Motivation nur in den seltensten Fällen kaufen.